Haus Burgund im Lissabon-Lexikon
Das Haus Burgund war das 1. Königshaus in Portugal. Es herrschte zwischen den Jahren 1093 und 1383. Der 1. Herrscher aus diesem Hause war Heinrich von Burgund. Er erhielt im Jahre 1093 durch eine Heirat die Gebiete Nordportugals. Alfons VI. hatte diese Gebiete gerade von den Mauren zurückerobert. Sein Sohn nahm im Jahre 1139 den Titel des Königs von Portugal an. Den eigentlichen Höhepunkt der Macht von den Burgunderkönigen in Portugal erreichte aber König Dionysius. Gefolgt wurde er von Alfons IV. Dieser besiegte zusammen mit einem kastilischen Heer in der berühmten Schlacht am Salado, im Jahre 1340, die Mauren. Peter I, der als grausamer aber gerechter Herrscher bekannt wurde, und im Jahre 1320 geboren wurde, regierte zwischen den Jahren 1358 und 1367. Seine Nachfolge trat dessen Sohn Ferdinand I an. Dieser verstarb jedoch im Jahre 1383 ohne einen männlichen Erben zu hinterlassen. Somit wurde die direkte männliche Linie des Hauses Burgung zum direkten Herrscher Portugals unterbrochen. Das wunderbare Portugal wäre, durch die Erbfolge bedingt, an die Kone Kastiliens gefallen. Leonore Teles de Menezes, die im Jahre 1340 geboren wurde und 1386 verstarb, kam durch eine Revolution im Jahre 1383 an die macht, behielt diese jedoch nicht sehr lange. Sie war die Ehefrau des König Ferdinand I von Portugal, Königin als auch Regentin des Landes. Erst der Sturz ermöglichte die Thronbesteigung durch Johannes I und somit den Beginn der Herrschaft durch das Haus Avis. Sie trägt auch den Namen a aleivosa (port. die Betrügerische). Sie war die 2. Frau, welche Portugal als Regentin regierte.


