Negatives im Lissabon-Lexikon
Die Stadt Lissabon ist eine Stadt voller Gegensätze, sie ist ansprechend und abstoßend zugleich. Ansprechend ist das Leben in der Altstadt vor allem die bezaubernden Fußgängerzonen im Baixa-Viertel. Abstoßend sind der schreckliche Verkehr, der sagenhafte Krach und die Nebelschicht aus Rauch und Schmutz, die fast täglich über der Stadt hängt. Fährt man über die gewaltige Vasco da Gama Brücke, so glaubt man fast, dass man in eine sehr moderne Metropole fährt; aber in den Alstadt-Bezirken, fühlt man sich etwa um 50 Jahre zurückgesetzt.
Eine der Hauptstraßen Lissabons ist die Avenida da Liberdade, sie führt vom Parque de Eduardo VII bis zum Baixa-Viertel. Diese Einkaufsstraße konkurrierte früher mit der Champs-Ellysées, verlor aber mit der Zeit immer mehr an Gewicht. Trotzdem ist ein Einkaufsbummel längs der Avenida da Liberdade faszinierend, schon allein weil man sich unter den Schatten spendenden Bäumen, herrlich entspannen kann. Von der Avenida da Liberdade aus, fährt eine winzige Seilbahn zum Miradouro de São Pedro de Alcântara hinauf. Von dort aus, hat man einen herrlichen Blick auf die alte Festung Castelo de São Jorge
Das alte Baixa-Stadtviertel soll einst auf dem Reißbrett entstanden sein, sie haben die Straßen wie in Quadraten aufeinander gestellt. So fade sich das nun anhören mag, so quirlig und sympathisch ist dieses beliebte Viertel, weil man dort unter anderem wunderbar einkaufen kann. Denn in diesem Viertel bleibt man vom Krach der Autos ziemlich verschont, denn hier kann man ganz ungezwungen einen Kaffee oder Kakao in einem der vielen kleinen Straßencafés zu sich nehmen.
Und wenn man schon in Lissabon ist, sollte man vom alten Maurenviertel, zum Castelo de São Jorge hinauflaufen. Denn von dieser Festung aus, haben Sie einen herrlichen Blick über die Stadt Lissabon und den Tejo.


