Prazeres im Lissabon-Lexikon
Prazeres ist eine kleine portugiesische Gemeinde im 2. Bairro der Landeshauptstadt Lissabon. Diese Gemeinde wird umgeben von den benachbarten Gemeinden Santo Contestavel, Akantara, Santos-o-Velho und Lapa. Im Süden grenzt diese kleine Gemeinde direkt an den Tejo, den Fluss der Hauptstadt. Die Freguesia gibt es seit dem 7. Februar des Jahres 1959. Vorher war sie ein Teil von dem Nachbarstadtteil Alcântara. Der Name von dieser Freguesia geht zurück bis zu der Lokalheilige. Dies ist die Jungfrau Maria der Freuden, auf portugiesisch auch die „Nossa Senhora dos Prazeres“. Der Stadtteil Prazeres ist vor allem durch seinen sehr großen und berühmten Friedhof, den Cemiterio dos Pazares, bekannt geworden. Auf diesem seit dem Jahre 1833 bestehenden Friedhof sind sehr viele bedeutende Persönlichkeiten des Landes bestattet worden. So war beispielsweise Fernando Pessoa, ein portugiesischer Dichter bis zum Jahre 1985 hier begraben. Er wurde dann allerdings ins Mosteiro dos Jeronimos umgesiedelt. Auch die Fadosängerin Amalia Rodrigues hatte bis zu ihrer Umsetzung ins Lissabonner Pantheon ein Grab auf diesem Friedhof. Genauso bekannt ist hier der Palacio das Necessides, der Palast der Bedürfnisse, welcher über mehrere Jahrhunderte die Residenz von der portugiesischen Königsfamilie war. Die auf Anweisung von Joaos V erbauten Gebäude diente vorerst dem Oratorium, bis die Königin Maria II als 1. in diesen Palast einzog. Mit einer einzigen Ausnahme residierten alle Könige des Landes bis zum Ende von der Monarchie im Jahre 1910 in diesem Palast. Nach dem Ende der Monarchie wurde dieser Palast zum Sitz eines portugiesischen Ministerium. Der Begriff Palácio das Necessidades ist auch ein Synonym für die Außenpolitik des Landes.


