Musik im Lissabon-Lexikon

Eine wirklich traditionelle Musikarten in der wunderschönen Stadt Lissabon ist der berühmte Fado. Meist wird er mit einer wehmütigen Grundstimmung gesungen. Er wird von einer normalen sowie einer portugiesischen Gitarre begleitet. Der Fado wird für die Touristen jeden Abend in den Kneipen der Stadtviertel Bairro Alto sowie in Alfama dargeboten. Mit dem Begriff des Fado verbindet man ohne Zweifelden Name der wohl bekanntesten Fado-Sängerin in Portugal, Amelia Rodrigues. Als eine würdige Nachfolgerin der im Jahre 1999 gestorbenen Künstlerin gilt zur Zeit für manche Portugiesen die Sängerin Mariza. Den eigentlichen Ursprung hat der bekannte Fado in den Armenvierteln der Stadt Lissabon. Hier wurde er zu Beginn in den anrüchigen Kneipen des Stadtteils Mouraria gespielt. Ob sich der Fado eigentlich aus den Gesängen von den portugischen Seeleute entwickelte hat, oder ob er aus brasilianischen Musikrichtungen wie zum Beispiel dem Lundum oder auch dem Modinha entstanden ist, kann aus der heutigen Sicht nicht mehr festgestellt werden. Der Sänger oder auch die Sängerin des Fado wird von einer normalen sowie von einer portugiesischen Gitarre begleitet, oft tritt noch eine Viola baixa auf. Die Instrumente werden meist von Männern gespielt. Der Gesang dagegen ist in touristisch geprägten Lokalen meistens auf nur einen Gesangsdarbieter beschränkt. In nicht-kommerziellen Fado-Zusammenkünften sind es bis zu einem Dutzend Menschen, die spontan an einem Fado teilnehmen. Hierbei trägt jeder Sänger inbrünstig eine Strophe bei. Es gehört zum guten Umgangston, dass nicht nur lobende Zwischenrufe den Fado begleiten, sondern auch ein Fado nie enden darf, ohne dass einige Sekunden vorher der Applaus des Publikums beginnt.


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